Akupunktur

Akupunktur ist eine Therapieform die ihre Ursprünge in der Traditionellen Chinesischen Medizin hat. Ca. 200 vor Christus wurde es erstmals schriftlich erwähnt. Dort wird sie als ein Teil einer komplexen Behandlung angewandt.

Diese Behandlung besteht in der Regel aus folgenden 3 Teilen:

  • Akupunktur
  • Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)
  • Verhaltensänderung

Bei der klassischen Körperakupunktur werden in bestimmte Punkte des Körpers Nadeln gesteckt um über diese Nadeln den Energiefluß des Körpers zu beeinflussen. Diese Körperpunkte sind miteinander über sogenannte Meridiane (Energiebahnen) verbunden.

Diese Energiebeeinflussung kann auch durch Erwärmung der Punkte mit glühendem Moxa (eine Beifußart) erfolgen.

Die Erwärmung geschieht dann entweder direkt mit Moxa-Zigarren (eine Stange aus gepresstem Moxakraut), oder Moxa-Pfännchen, die von Hand über die Körperpunkte gehalten werden, oder über Moxakegel, die über einen Isolator direkt auf die Haut gestellt werden.
Eine weiter Variante besteht darin, daß man eine Nadel an ihrem hinteren Ende mit Moxa präpariert, die Nadel dann in den Gewünschten Punkt steckt und das Moxa entzündet.

Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die Meridian-Massage, bei der die Leitbahnen entweder in Fließrichtung oder gegen die Fließrichtung massiert werden, um die Energie anzuregen oder zu dämpfen.

In Frankreich wurde in den 1950er Jahren dann von Paul Nogier die Ohrakupunktur entwickelt, die das Ohr als Reflexzone nutzt um über Nadelungen im Ohr den ganzen Körper zu beeinflussen.

In Japan wurde in den 1970er Jahren von dem Japaner,Yamamoto Toshikatsu, die Schädelakupunktur entwickelt, bei der nur Punkte am Kopf genadelt werden.